Samstag, 8. Juni 2024

Wahrheit und Freiheit, geheimnisvolle Verschränkung.

„Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen“ (Johannes 8, 32f.)

Soweit haben wir es gelernt. Aber was Wahrheit und Freiheit für ein seltsammes Pärchen sind habe ich erst die letzten 4 Jahre tiefergehend zu verstehen begonnen.

Wie zwei verschränkte Quanten bilden sie ein untrennbares Pärchen.  In einer Art Symbiose bedingen Sie einander. 

Verlierst du die Freiheit, wirst du keine Wahrheit mehr erkennen. Hast Du keine Liebe zur Wahrheit, wird Dir auch die Freiheit nichts bedeuten. 

Die Verschränkung funktioniert also von jeder Richtung. 

Gibst du dich der Lüge hin, nimmt Sie Dich gefangen. Man belügt dich um zu herrschen.

Die Verschränkung funktioniert also auch in ihrem Negativ.

Du kannst nicht nur Eines von Beiden haben. Verlierst Du das Eine ist auch das Andere weg. Strebst Du nach dem Einen, wirst Du auch das Andere erhalten.

Die Dekadenz ist der größte Feind von Wahrheit und Freiheit. Sie legt sich wie ein Nebel über die Eine oder die Andere und damit doch über Beide.

Doch wie ist man nun in der Wahreit frei und wie erkennt man das?

Ich meine erkannt zu haben, es gibt nur zwei Mittel und Wege in Freiheit und Wahrheit zu leben. 

Es ist vordringlich die geschenkte Gnade Gottes und deren Annahme.  Aber er hat uns zum Erhalt auch eine Art Immunsystem gegeben. Es nennt sich Verstand. 

Dieses Immunsystem ist nur so stark wie wir es durch ständigen Gebrauch trainieren.

Und wieder finde ich in der Bibel den passenden Hinweis, der beide Thesen stützt:

"..er (der Gesetzwiedrige) wird alle, die verlorengehen, betrügen und zur Ungerechtigkeit verführen. Sie gehen verloren, weil sie sich der Liebe zur Wahrheit verschlossen haben, durch die sie gerettet werden sollten. Darum läßt Gott sie der Macht des Irrtums verfallen, so daß sie der Lüge glauben." (Paulus, 2. Thessaloniker)

Wenn ich meine mich umgebende Gesellschaft betrachte, so muss ich feststellen:

Bei vielen meiner Mitmenschen ist entweder die Liebe zur Wahrheit oder der Trieb zur Freiheit erloschen. Und damit beides. Man hat sich eingerichtet. 

Es ist also letztlich nicht die Regierung oder sonstig Mächtige die das Unheil in die Welt bringen. Es ist der Mangel an Freiheitsdrang und Wahrheitsliebe die den Niedergang unserer Heimat zulässt.

Dienstag, 15. Dezember 2020

Cancel Culture 2020ff

Ich schreibe dieses Essay nicht um irgendjemanden in seiner Positionierung zur Corona "Pandemie" umzustimmen. Das ist längst nicht mehr möglich. Nach einem knappen Jahr Alarm ist nahezu alles gesagt - nur noch nicht von allen. Jeder hat sich positioniert. Ich schreibe diesen Post als Zeitdokument. 

Es ist kurz vor Weihnachten 2020. Die Alarmisten und Panikmacher haben Oberwasser und das Land fest im Würgegriff. Unfreiheit. Relativierung bzw. Aushebelung Verfassungsmäßig verbriefter Rechte. Unfreiheit. Bevormundung. Berufs- und Erwerbsausübungsverbote. Das langsame Ausbluten ganzer Branchen und Berufsgruppen. Keine Kulturveranstaltungen. Keine Reisen. Kein Sport in Gemeinschaft abgesehen von modernen Gladiatorenkämpen für's Fernsehen. Vereinssterben. Ausgangssperren. Besuchs- und Kontaktverbote. Selbstisolationsaufrufe. Quarantäneanordnungen. Überlastung der Pflege und Krankenhäuser durch Panikverordnungen. Daraus resultierende Mangelversorgung "normaler" Kranker. Vereinsamung. Depression. Eine immer weiter ausgeweitete Maskenpflicht - nun auch im Freien - oft reicht eine "Alltagsmaske" (Das Wort ist schon Propaganda in sich...) schon nicht mehr aus. Die Maske als stete Warnung der Alarmisten an die Psyche: Das tödliche Virus lauert überall und in jedem. Die Maske aber auch als Symbol des anonymen, gesichts- und kopflosen Teils einer gesteuerten, gleichgeschalteten Masse. Die Verhüllung des Individuums. Die Verhüllung der von Gott geschaffenen und geliebten einzelnen und einzigartigen Seele eines jeden indiviuellen Menschen.

Ein Land stirbt. Langsam. Durch Selbstmord.

Doch da ist Hoffnung. Ein völlig neuartiger Impfstoff. Passend zum "völlig neuartigen Virus". Die Menschen lassen sich mRNA spritzen. So gut verpackt, dass es die Körperabwehr passieren kann und in die Zellen der Menschen gelangt und dort abgelesen werden kann. Erbgutveränderung nicht ausgeschlossen. Was dort passiert wissen wir nicht so genau. Wir hoffen auf eine Immunreaktion des Körpers. Hoffentlich auf eine Positive. Neuland. Massenhafte Experimente mit genetischem Material an Menschen. Ausgang offen.

Es ist Weihnachten 2020. In ein paar Jahren werden wir die Bilanz dieses Impfexperiments eröffnen können. Sollten wir "Pech" haben - schon früher.

Bewusst geht dieser Post, dieses Zeitdokument nicht auf das tägliche Klein- Klein- der wissenschaftlichen Argumente ein. Das Thema ist breit und tief. Nur eines, um einem Mythos vorzubeugen man hätte das damals noch nicht wissen können... Paniktreiber die wir mit heutigem Wissen zweifelsfrei indentifizieren können sind 

  • kriminelle Durchführung und  Auswertung von PCR-Corona Tests.
  • das emotionale Arbeiten mit Einzelschicksalen in Propaganda und "Argumentation".
  • die Stigmatisierung und Verfolgung kritischer Menschen.

Nach fast einem Jahr "Pandemie" gibt es jehnseits diesen Klein- Kleins die finalen Fakten. Die Fakten welche die Diskussion beenden. Beenden sollten. Sie tun es aber nicht. Weil die Angst und die Panik von den Mächtigen ge- und missbraucht wird und das Volk in einer religiös entarteten Corona Gläubigkeit gefangen ist incl. Verfolgung der Ungläubigen.

Die finalen Fakten? Ich gehe davon aus, dass das statistische Bundesamt in der Lage ist die Toten zu zählen. Es muss sich nicht die Mühe machen zu ermitteln, warum oder woran sie gestorben sind. 

Tot ist tot. Das ist ein unbestreitbarer, ein zählbarer Fakt. 

Hier ist es also, das Ende der Diskussion, ohne Zulassung einer zweiten Meinung:

Alles Fakten? Nicht Alles! Die rote untere Linie "davon COVID-19" ist natürlich kein Fakt sondern unseriös und irreführend, weil hier nach eigener Aussage des RKI alle Todesfälle mit positivem Test gezählt werden ohne die Todesursache zu ermitteln und auszuwerten...

Quizzfrage - in welchem der 4 aufgetragenen Jahre war ein Killervirus unterwegs? Man sieht eines ganz deutlich: 2020 ist ein Jahr mit einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite. Sarkasmus Aus. 

Naja, und es gibt Sie doch - die zweite Meinung. Den Gesprächskiller. Das Totschlagargument: Markus Söder (Bay. Ministerpräsident, Karrierist und Alarmist): "... und es bleibt dabei. Hier in Bayern zählt jedes Leben."

Basta.

Donnerstag, 16. April 2020

Liebste Angela! Ein Liebesbrief an meine Kanzlerin.


Liebste Angela,

ich bin so froh und so erleichtert, dass wir eine so starke und doch zugleich eine so smarte Führerin in der Krise haben. Als wir Anfang März alle verängstigt waren,  warst Du es, welche uns gute  Medizin verordnet hat. Diese Medizin sollte uns helfen die Verdoppelung der Infektionen von 2 auf mindestens 10 Tage zu erhöhen. Wir haben Dir alle gehorcht und haben die bittere Medizin klaglos genommen. So brav, dass wir das Ziel schon schnell geschafft hatten.

Aber das Wohl deiner Dir Anvertrauten lag und liegt Dir so an deinem liebenden Herzen, dass Du mit Deiner starken Führungskraft ein neues Ziel ausgegeben hast: Die Basisreproduktionszahl soll unter 1 sinken. Nicht mehr nur die Krankenhäuser vor Überlastung schützen -nein- Du willst den Virus ausrotten. Gut so. Wir haben nichts weniger als genau das von Dir erwartet! Und was hast Du für ein Volk! Auch das haben wir innerhalb kürzester Zeit geschafft!

Doch dann begann ich mir Sorgen um Dich zu machen. Auf einmal hast Du nicht mehr auf deine Haus- und Hofmedizinbeamten hören wollen. Das hat dem Oberveterinär vom Virologenkartell RKI bestimmt nicht gefallen! Du hast so viele Professoren*innen um ihr Urteil gebeten und gesagt das sei Dir sehr sehr wichtig. Also waren die vielen Professoren*innen von der Leopoldina fleißig und haben Dir ad hoc 19 Seiten Handlungsempfehlungen geschrieben. Doch dann haben sich all meine Sorgen als unbegründet erwiesen. Selbstsicher und handlungsstark hast Du fast alle ihre Empfehlungen und die so vieler anderer Wissenschaftler und Experten in den Wind geschrieben! So kennen und lieben wir Dich. Nein Du würdest das, was wir hart für Dich erarbeitet haben niemals gefährden.

Mehr noch – du hast uns versprochen: „…alle Maßnahmen nach Ende der Pandemie aufzuheben!“ Danke! Herzlichen Dank! Vielen herzlichen Dank! Das ist doch mal eine gute Nachricht in finsterer Zeit. Eine klare Ansage. Auch der Herr Wieler und sein Spezi Drosten freuen sich nun wieder. Sie dürfen jetzt nicht nur für mehrere hundert Millionen Euro Schaden - wie vor Jahren bei der Schweinegrippe - sondern gleich für mehrere 100 Milliarden Euro Schaden verantwortlich zeichnen. Das macht sie wichtiger. Echte Profis halt.

Liebe Angela, bitte stelle Dich noch einmal zu Wahl. Wir alle lieben Dich ganz dolle und werden Dich auch ganz bestimmt wiederwählen. Lass uns nicht im Stich!

Dein Dich in Treue liebender Untertan

Genier

PS: Falls das mit der Wiederwahl nicht klappt, tut es vielleicht ja auch eine Verordnung oder ein Dekret. Die Herren*innen vom Verfassungsgericht drücken für Dich ja immer ein Auge zu - oder verweisen ob deiner Systemrelevanz für Europa - den Fall an den EuGH.

Samstag, 21. März 2020

Der paradoxe Streit über den Weg, wenn man das Ziel nicht kennt!

Es tobt die Auseinandersetzung wie wir COVID-19 bekämpfen sollen. Aber ist der Sreit über den Weg nicht paradox, wenn man das Ziel nicht kennt?

Ich möchte mal diese Gedanken formulieren, auch um sie für mich selber klarer zu haben. Ich habe - auch aufgrund meiner beruflichen Disposition - gelernt das Ziel, auf das man hinarbeitet zu definieren. Oder wie Danisch sagt: "Bedenke um was du bittest, es könnte dir gewährt werden.

Was also ist unser Ziel?  Ich definiere es hier mal:

"COVID-19 soll mit möglichst wenigen Toten UND möglichst wenig Unternehmenspleiten  hinter uns gebracht werden."  

Aber halt - ist es nicht eher so das es lauten muss:

"COVID-19 mit möglichst wenig Toten hinter uns zu bringen. Jedes einzelne Menschenleben zählt."

Oder doch lieber so:

"Unsere Unternehmungen sind unsere Zukunft, sind sie erst einmal zerstört, wird es Jahrzehnte dauern das wieder aufzubauen. Kolabiert die Wirtschaft, wird es viel mehr Tote geben."

Man erkennt auf was es herausläuft. Auf ein philosophisches Problem. Auf ein moralisches Problem. Hättest du - ja du ganz persönlich - die Macht über den Regler auf welchem du die Unternehmenspleiten und die Menschenleben einstellen könntest um COVID-19 zu besiegen - wie würdest du Ihn einstellen? Betrachten wir den gesellschaftlichen Diskurs so können wir erkennen das wir uns über den Weg streiten ohne über das Ziel einig zu sein.

Die Triage. Sie hat sich bereits manifestiert. Sie ist da. Jetzt. Nicht erst wenn sie möglicherweise in den Krankenhäusern durch die Ärzte zu leisten ist.

Montag, 28. Oktober 2019

Mehrheiten oder - Schlaglöcher auf der Autobahn...

Ich bin diesen Sonntag mit dem Auto nach Österreich gefahren. Unter anderem auch auf der A8 , konkret zwischen Augsburg und München. Übrigens eine inzwischen wunderbar dreispurig ausgebaute Autobahn. Es war heute "Autofahrerfeiertag". Will sagen: Verkehrsdichte, Fahrbahnzustand und Wetter waren so, dass man ohne Einschränkung das Tempo selber wählen konnte. Ein zugegeben tagsüber nicht häufiger aber offensichtlich vorkommender Tatbestand. Ich habe also etwas gemacht, was ich sonst in aller Regel nicht mache: ich habe mich in den Mainstream einsortiert. Tempomat auf 160 km/h und crusen. So wurde ich von etwa gleich vielen Autos überholt wie ich selbst überholt habe. Ich denke so handgeschätzte 50 % der anderen PKW's fuhren wie ich +/- 10 km/h. 25 % teils deutlich schneller und 25 % langsamer. Die Zahl der PKW's die 130 km/h oder weniger fuhren war äusserst gering. Ich schätze wohlwollend bei maximal 10% eher Richtung 5%... Soweit die zu berichtenden Fakten. Diese Beobachtung lässt sich durch jeden bei ähnlicher Gelegenheit verifizieren.

Ich habe die 160 auch aus einem Öko- nein, nein,nein. Nicht -logischen sondern -nomischen Abwägung für mich persönlich gewählt. Inzwischen hat sich die Ökologie von der Ökonomie ja soweit entfernt wie die Astrologie von der Astronomie...

Aber was bedeutet diese Beobachtung in der realen Welt denn nun? Nun nachdem die Grünen "Stichwortgeber" die 130 km/h Höchstgeschwindigkeit durchzusetzen versuchen und die Medien dies wohlwollend und schon wieder nervig lange "begleiten" und vor allem nachdem uns diese Medien erklären dass "die Mehrheit" dies auch genauso wolle...

Die betroffenen Autofahrer stimmen offensichtlich mit ihren Füssen, beziehungsweise mit ihrem rechten Fuss - sofern sie kein Handgas haben - ab. Mit eindeutigem Ergebnis. Und sie tun es, wenn die Rahmenbedingungen Verkehrsdichte, Fahrbahnzustand und Wetter passen - immer und immer und immer wieder. Es gibt also genau 2 Möglichkeiten - in Worten "zwei" - wie dies dennoch so wie postuliert zusammen passen kann:

1. Die "Mehrheit" besteht aus überwiegen nicht Betroffenen. Aus Menschen die eben kein Auto fahren. Oder Menschen die eben nicht Autobahn fahren. Oder Menschen die eben nicht zu den Zeiten in denen das Thema überhaupt eine Rolle spielt fahren. Aber aus Menschen die - obwohl nicht betroffen - über uns bestimmen sollen oder wollen.

2. Die "Mehrheit" besteht aus Menschen die Wasser predigen aber Wein trinken.

Meine lieben Freunde von der Verbots-, Bevormundungs- und Regulierungspartei und ihres Medienanhangs: Es ist mir Jacke wie Hose ob 1. oder 2. dominant zutrifft. Beides ist mir ein Gräuel und so lästig wie Schlaglöcher auf der Autobahn.

Gute Fahrt!

Dienstag, 9. Juli 2019

Klimawandel, Erderwärmung - der Status Quo kurz beleuchtet und einsortiert.


Ich denke es wäre an der Zeit kurz zu formulieren über was wir „streiten“ und über was unsere Gesellschaft gespalten ist. Zunächst also zur Klärung einige Tatbestände die unstrittig sein sollten:

Klima ist der Versuch einer Beschreibung des typischen Wetters an einem speziellen geografischen Ort. Basierend auf einer 30 jährigen Beobachtung. Zu dieser Beschreibung gehören tages- und jahreszeitlich gemittelte Verlaufskennlinien (Gänge) relevanter Wetterdaten wie Temperatur, Wind, Sonnenstunden, Niederschlagsmengen und Arten und anderer meteorologischer Parameter. Aber auch Beschreibungen lokal vorkommender Besonderheiten wie Föhn, El Ninio  usw. und Beschreibungen und Statistiken über Extremwetterereignisse. Es gibt also viele Klimata. Jede Region, jeder Ort auf dieser Welt hat sein Klima - also sein typisches Wetter. Darüber hinaus gibt es sogenannte Klimazonen welche aus einer höheren Sicht Klimata typisieren.

Soweit d‘accord?

Die Klimata haben sich schon immer ohne menschlichen Einfluss geändert. Die Klimazonen haben sich schon immer ohne menschlichen Einfluss verschoben.  Es gab und gibt schon immer natürlichen Klimawandel. Dramatischen und schleichenden. Alle diese natürlichen Veränderungen der Klimata haben offensichtlich nie zu einem Kollabieren des Systems geführt.

Soweit d‘accord?

Vorgänge in der Atmosphäre sind äußerst komplex und nur unzureichend verstanden. Insbesondere sind nicht alle Einflussgrößen bekannt und schon gar nicht ihre Wechselwirkungen verstanden.
So gibt es viele Oszillationen welche einen Einfluss auf die Klimata haben.  Viele davon sind vieljährig, dekadisch oder haben sogar noch größere Wellenlängen. So dass sich 30-jährig definierte Klimata immer schon alleine aufgrund der Zeitverhältnisse verändern… Aber wir kennen nur einen Teil der relevanten Oszillationen. Nehmen wir z.B. die Meeresoszillationen. Hier kennen und beschreiben wir jene die eine maximale Wellenlänge in dekadischer Größenordnung haben. Die länger welligen können wir gar nicht kennen, weil wir das noch nicht so lange beobachten. Unter den bekannten zu nennen sind z.B. die  pazifische dekadale Oszillation (PDO) oder die arktische Oszillation. Aber auch sporadisch auftretende Phänomene ohne stabile  Oszillationswellenlängen wie El Nino spielen im Konzert mit. Es gibt viele astronomische Zyklen, darunter mehrere Sonnenzyklen die Einfluss auf das Wetter haben. Auch Geologische Zyklen insbesondere der Vulkanismus sowie Ausgasungen haben hohe Relevanz. Und es gibt viele Zyklen über deren Ursache wir nur spekulieren. Wie z.B. der mehrtausend jährige Zyklus aus Warm- und Eiszeiten. Nochmals. All das ist nur unzureichend verstanden und sollte uns eine gewisse Demut lehren.

Soweit d‘accord? 

Nach meiner subjektiven Meinung sollten bis hierher eigentlich alle gebildeten Menschen d’accord sein. Nach meiner Wahrnehmung sind sie es auch. 

Wir streiten also nicht über Klimawandel. Oder gar dessen Existenz. Die Basis unseres Streites ist die Hypothese einer steigenden mittleren Temperatur der Erdatmosphäre aufgrund der Klimasensitivität von CO2. Genauer - nur um jenes CO2, welches der Mensch durch sein Verhalten zusätzlich in die Atmosphäre einbringt. Wir streiten über die Belastbarkeit dieser Hypothese. Bei postulierter Akzeptanz der Hypothese streiten wir über die tatsächliche Größenordnung der Klimasensitivität und den Unsicherheitskorridor. Und wir streiten insbesondere über die  Größenordnungen und die Einordnung der damit einhergehenden Chancen und Risiken und wir sollten über die möglicherweise sinnvollen Handlungsoptionen streiten.

Soweit d‘accord?

Nach meiner subjektiven Meinung sollten bis hierher eigentlich alle gebildeten Menschen d’accord sein. Aber sie sind es eben nicht mehr. Ganz offensichtlich nicht. Objektiv. Unbestreitbar.

Wir brauchen jetzt den Konjunktiv: Dieser Streit wäre sinnvoll und gut. Er wäre einer aufgeklärten gebildeten Gesellschaft würdig. Er findet aber nicht statt. Im Gegenteil. Die wissenschaftliche Diskussion ist für abgeschlossen erklärt. Die Hypothese wird als gesicherten Wahrheit propagiert. (das ist unfreie Wissenschaft...) Das Risiko und der Alarm ist maximiert. Es geht um nichts weniger als um die Rettung des Planeten. Die Lösung ist alternativlos. (das ist undemokratisch…)
 
Und so sei sie verkündet - die alternativlose Lösung zur Rettung des Planeten: 

Dekarbonisierung der Gesellschaft. Koste es was es wolle.

Donnerstag, 14. März 2019

Ich war schon einmal tot! Ein Gedankenlasso.

Es kommt nun kein wohl recherchiertes Essay - sondern der Versuch ein paar wertvolle Gedanken einzufangen und der Flüchtigkeit zu entziehen. Gedankenlasso.

Auf meiner letzten Winterreise nach Spanien habe ich ein Ehepaar aus Bayern kennengelernt. Der Mann machte seine erste Reise nach seinem Tod. Gemeinsam mit seiner Frau. Was war passiert? Der Mann ist zu hause  umgefallen. Herz- Kreislaufstillstand. Aus dem Nichts. Ähnlich dem plötzlichen Kindstod. Die Frau völlig hilflos, nicht wirklich in der Lage zu helfen. Nur Hilfe zu rufen. In diesem Herz-Kreislaufstillstand verblieb der Mann über eine Stunde bis ihn Rettungssanitäter mit Elektroschocks wieder ins Leben holten!

Wie geht das? Wie konnte der Mann das überleben? Ohne größere bleibende Schäden? Nun ein Handwerker, eigentlich auf den Nachmittag angekündigt war just zum Zeitpunkt als der Mann umgefallen ist gekommen. Ein kleines Wunder für sich, denn wann kommt ein Handwerker schonmal früher als erwartet! Dieser Handwerker war ein Glücksfall. Er war bei der Feuerwehr und gut ausgebildeter Ersthelfer. Er hat den erkrankten Mann mit entsprechender Herzdruckmassage den Blutkreislauf ins Hirn über  eine Viertelstunde erhalten. Hat zwar ein paar Rippen gebrochen, aber ein bisschen Verlust hat man immer. Aber die dann eintreffenden Rettungssanitäter waren zunächst erfolglos. Ettliche Reanimationsversuche waren vergebens. Normalerweise wird nach einer gewissen Anzahl Versuchen eingestellt. Aber ein Sanitäter bestand auf weiteren Versuchen. Das hat hier unserem Ehemann das Leben wieder geschenkt, vergleichsweise unbeschadet.

Die Ehefrau berichtet uns: "Seither glaube ich fest und unerschütterlich an Schutzengel" Wir haben nur staunend und interessiert zugehört. Im Nachhinein würde ich die Frau genauer dazu befragen. So weit der Ereignisbericht.

Gerade habe ich ein geliebtes und ein mir seit meiner frühesten Kindheit vertrautes Gebet gesprochen:

Heiliger Schutzengel mein
lass mich Dir empfohlen sein
Tag und Nacht ich bitte dich
beschütz, regier und leite mich
hilf mir leben - recht und fromm
dass ich zu dir in den Himmel komm. 

... und ich musste spontan wieder an die Geschichte des bayrischen Ehepaars denken. Ein wunderbares, kurzes Gebet. Ohne Ballast. Kindlich naiv. Aber - nicht naiv im Sinne von dumm und unwissend sondern naiv im Sinne von einfacher, unverdorbener Klarheit. Konzentrierte Wahrheit, Essenz ohne Ballast.

Nun komme ich zu jenem Gedanken, dem mein Lasso gewidmet ist: Ist es nicht wunderbar, dass wir darauf hoffen dürfen dass unser Gebet nicht nur in uns etwas bewegt. Sonder dass da ein Empfänger für unser Gebet ist, dem die Macht gegeben ist auf unser Bitten hin zu Wirken. Hier und jetzt. Die Hoffnung daß unser Gebet mehr ist. Mehr ist als nur der allüberall verbreitete Selbstbetrug und die Eigenmanipulation! Das ist der Gedanke der es für mich wert ist festgehalten zu werden. Dank an meinen Eltern, die mir den Glauben geschenkt haben. 

Zwischenzeitlich war es für mich nur wenig mehr als eine Hoffnung. Doch ich werde älter und hoffentlich weiser, und es wird wieder immer mehr zum festen Glauben.

Mittwoch, 17. Januar 2018

Endstation Hölle, nächster Halt - Paradies!

Ich möchte hier ein brandaktuelles Thema auf eine Art und Weise beleuchten wie Sie es sonst nicht aufgearbeitet bekommen. Es geht um das linke Projekt des Bedingungslosen Grundeinkommens. Anlass darüber nachzudenken war dieses Lied zur Bundestagswahl von Bodo Wartke. Nicht dass ich ihnen dieses Lied ans Herz legen möchte, es ist im wesentlichen ein vertontes gesungenes Parteiprogramm der Linken. In ihm besingt Herr Wartke das fiktive Land in dem er so gerne Leben würde, ein Land in dem er alle gutmentschlichen und linken Utopien verwirklicht sieht. Unter anderem ein Land welches "... das mit dem Bedingungslosen Grundeinkommen zumindest einmal ausprobiert"

Nun können Sie im Mainstream genügend mehr oder weniger ökonomisch zentrierte Debatten hierzu verfolgen. Ich will nicht auch noch dieses Holz bearbeiten sonder will die Sache einmal religionsphilosophisch aus christlicher Sicht beleuchten.

Eigentlich ging es den Menschen nach der Schöpfung gut. Sie lebten im Paradies. Sie litten an keinem Mangel. Nur eine Sache war ihnen untersagt: Der Baum der Erkenntnis:

Und die Schlange war listiger denn alle Tiere auf dem Felde, die Gott der HERR gemacht hatte, und sprach zu dem Weibe: Ja, sollte Gott gesagt haben: Ihr sollt nicht essen von den Früchten der Bäume im Garten? (Offenbarung 12.9) (Offenbarung 20.2) 2 Da sprach das Weib zu der Schlange: Wir essen von den Früchten der Bäume im Garten; (1. Mose 2.16) 3 aber von den Früchten des Baumes mitten im Garten hat Gott gesagt: Eßt nicht davon, rührt's auch nicht an, daß ihr nicht sterbt. (1. Mose 2.17) 4 Da sprach die Schlange zum Weibe: Ihr werdet mitnichten des Todes sterben; (Johannes 8.44) 5 sondern Gott weiß, daß, welches Tages ihr davon eßt, so werden eure Augen aufgetan, und werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist.

Naja, wir alle wissen wie das ausgegangen ist - und wer uns das eingebrockt hat :-) Und da hatten sie nun ihre Erkenntnis:

Da wurden ihrer beiden Augen aufgetan, und sie wurden gewahr, daß sie nackt waren, und flochten Feigenblätter zusammen und machten sich Schürze. (1. Mose 2.25)

Und seither dürfen wir unsere Brötchen im Schweiße unseres Angesichtes verdienen! Es war nicht mehr unser, das Paradies. Aber wir haben uns damit arrangiert. Wir haben es kultiviert, fleißig und strebsam zu sein. Und unseres Glückes Schmied. Wir sind leistungsorientiert und haben die vielfältigsten Belohnungssysteme. Auch die Natur hat diese Belohnungssysteme! Wer hat nach dem erklimmen eines Berges oder nach einem Dauerlauf nicht schon die Glückshormone gespürt! Es scheint als atme die ganze Schöpfung den Geist des verlorenen Paradieses.

Ich sehe das linke Projekt des Bedingungslosen Grundeinkommens in der Tradition dieser Geschichte. Wieder kommt die "Schlange" in Form der linken Ideologie daher und säuselt uns zu. Sie versucht mit aller Macht unsere historische Schlappe und ihren Sieg zu wiederholen. Legt dieses Joch ab. Gönnt Euch wieder was. Alles was ihr braucht könnt ihr umsonst haben. Das ist doch viel gerechter, viel sozialer. Alles ohne Sorgen, ohne Zwang. Ihr werde nur noch aus Lust und in Freiheit und freiwillig arbeiten. Es wird mit nichten scheitern. Alles wird gut. Heute wie damals propagiert die Schlange diesen Weg - natürlich ohne Gott. Und so singt auch Bodo Wartke: "...je mehr die Menschen wissen, desto weniger müssen sie glauben..." Der Glaube nicht als Schatz und Gottes Offenbarung wahrgenommen sondern dargestellt alls billige Ersatzbefriedigung für fehlendes Wissen.

Eine potentielle Einführung des Bedingungslosen Grundeinkommens wird unsere Herzen, unser Denken, unsere Arbeitswelt, unsere soziale Welt, unsere Familien, unsere Dörfer und Städte und unser ganzes Land verändern. Und es wird heute wie damals - krachend scheitern. Und geradezu gefährlich ist die Naivität mit der Bode Wartke singt: man möge es doch zumindest einmal ausprobieren... Etwa so wie man ein Kleidungsstück probiert ob es einem passt oder eine Sportart ob sie einem liegt und Freunde macht. Oder wie Eva einen Apfel probiert ob er einem schmeckt. Nein ein solches Experiment würde heute wie damals - scheitern und kaum zu reparierende Wunden hinterlassen.

Eine Richtschnur für die eigenen Werte und Handlungen zu haben ist auch in der heutigen Zeit nicht schwer. Es sind die hier im Diesseits, in dieser Welt zeitlosen Einsichten und Wahrheiten, die uns diesen Halt geben können. Mit einer ebensolchen - noch dazu klaren und einfachen - möchte ich enden:

Ohne Fleiß kein Preis!